1990 wurde das Denkmal gestohlen. Im Jahr 2000 kam ein neuer Abguss vom Originalrelief auf den Hörningplatz. Seitdem wird jährlich am Denkmal der Opfer des Militärputsches in Chile 1973 gedacht.
Bei der Skulptur handelt sich um einen vom Bildhauer betreuten Abguss in Beton von einem Originalwerk aus Sandstein aus dem Jahr 1976. Es trägt den Titel eines Gedichts Nerudas, das 1951 als Teil seines Werks „Die Höhen von Machu Picchu“ erschien. Seit 1989 steht Gaedickes Schöpfung im Skulpturenpark des Kunstmuseums-Magdeburgs „Kloster Unser Lieben Frauen“.
Wandbild „Terror und Widerstand in Chile“ (Original)
Standort: Vor dem Uni-Bad im Campus der Universität Bremen, Badgasteiner Straße. Bremen
Künstler: Brigada Luis Corvalán
Errichtung: Juni 1976
Das mehrteilige Wandbild befand sich ursprünglich vor der Bibliothek, im Treppenturm der Mensa und auf dem Dach des Mensa-Gebäudes. Es ist ein Werk der „Brigada Luis Corvalán”, zu der u. a. die renommierten chilenischen Exilkünstler Gracia Barrios, José Garcia, José Martinez, Guillermo Nuñez und José Balmes gehörten. Bei einem Brand 1997 wurden die Werke am Mensa-Gebäude zerstört. Die inzwischen stark verwitterten Betonplatten, die einst vor der Bibliothek standen sind erhalten und vor dem Uni-Bad abgestellt.
Standort: Campus der Universität Bremen, Enrique-Schmidt-Straße. Bremen
Künstler: José Caroca
Errichtung: 2014
Die Pablo-Neruda-Büste in Bronze auf dem Campus der Universität Bremen wurde 2014 als Stiftung der Republik Chile aufgestellt. An der Stele ist die Inschrift zu lesen: „Dichtung ist stets ein Akt des Friedens“.
Standort: Bibliothek Pablo-Neruda, Frankfurter Allee 14 A. Berlin-Friedrichshain
Künstler: Peter Kern
Errichtung: 1977, seit 2012 in der neuen Stadtbibliothek.
Die Büste stand bis 1989 in der Friedrichshainer Hauptbücherei, die auch den Namen „Pablo Neruda“ trug. Kurz vor dem Mauerfall schloss man das Gebäude wegen Bauschäden und die Skulptur verschwand aus der Öffentlichkeit. Als der Bezirk 2010 eine neue Bibliothek eröffnete entschied man sich für den Namen „Pablo Neruda“. 2012 kam auch die Skulptur von Peter Kern in den Eingangsbereich.
Standort: Hof des DRK-Krankenhauses in der Salvador-Allende-Straße 2-8. Berlin-Köpenick
Künstlerin: Marianne Traub
Errichtung: Herbst 1989
Diese „Allende-Ehrung“ besteht aus zwei Teilen: Die Bronze-Skulptur „Sich schützender Knabe“ symbolisiert das Leid des chilenischen Volkes nach dem Putsch, während die Stele einen Teil der letzten Rede Salvador Allendes als Inschrift trägt. Seine Rede wurde am Tag des Putsches kurz vor seinem Tod live im Radio übertragen.